Entdecke, wie wir die Enduro World Series vorbereiten (Teil 2)

8 March 2018

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Veröffentlicht von Orbea

Der zweite Teil dieses Artikels über das Trainingslager des Orbea Enduro Team stellt die Materialprüfungen in den Mittelpunkt, die die Fahrer vorgenommen haben, um ihre Räder optimal für den Wettkampf vorzubereiten. Möchtest du sehen, wie wir das Rallon auf die Enduro World Series einstellen?

Eins der Hauptziele des Trainingslagers im zwanzig Kilometer südlich von Perpignan gelegenen Le Boulou (Frankreich) unweit der Pyrenäen bestand in der persönlichen Einstellung des Rallon R5 auf jeden einzelnen Fahrer, seine Eigenschaften und Vorlieben.

Während des intensiven fünftägigen Lagers hatten die Mitglieder des Orbea Enduro Team die Möglichkeit, das neue Material von ENVE und Fox zu testen und die notwendigen Einstellungen vorzunehmen, um eine Grundkonfiguration unseres Enduro-Bikes zu erreichen, die dann weiter für jeden einzelnen Fahrer personalisiert wurde. Diese Einstellungen müssen dann bei jedem einzelnen Rennen der Enduro World Series speziell an den Streckenverlauf (mehr oder weniger Steine, mehr oder weniger flache Strecken etc.) angepasst werden.

Während des gesamten Lagers wurde das Team von Technikern von ENVE und Fox begleitet, um die Laufräder, Reifen, Lenker, Vorbauten, Gabeln und Federungen ständig zu testen. Diese Materialprüfungen und das Feedback der Fahrer über ihre Erfahrungen ermöglichten den Mechanikern des Teams, die Federungen einzustellen, die Federrate anzupassen, Druckwerte und Höhen zu verändern, um für jeden Fahrer die optimale Konfiguration zu finden. Auf diese Weise sind die Einstellungen bei jedem einzelnen Rad unterschiedlich, damit sich jeder Fahrer auf seinem Rallon so wohl wie nur möglich fühlt.

Federungen: die größte Herausforderung

Uns ist bewusst, dass die Federungen eine maßgebliche Rolle für das Verhalten eines Enduro-Rads spielen: Es geht nicht nur darum, bei schwierigen, technischen Abfahrten die bestmögliche Leistung zu erzielen, sondern auch darum, dass die Ausrüstung leicht und effizient sein muss, damit der Fahrer trotz des Tretens in die Pedale frisch bleibt, um die Zeitstrecken so schnell wie möglich absolvieren zu können.

Das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Aspekten ist nicht leicht zu erreichen, denn es macht Absorptionsfähigkeiten notwendig, die denen des Downhill ähneln, während gleichzeitig das Gewicht gering gehalten werden muss, damit das Rad auch starke Steigungen und lange Sprintstrecken bewältigen kann, die oft über Sieg und Niederlage entscheiden.

Für all das ist die Federung mehr als jedes andere Bauteil verantwortlich, weswegen Diego Grasa von Fox sie während des Trainingslagers als Allererstes testete. Die Gabel des Rallon ist eine Fox 36 Float Factory 160 mm mit geschlossener Hydraulikkartusche mit der Bezeichnung FIT und Fox DHX2 Factory Stoßdämpfern.




„Wir haben zusammen mit Orbea mehrere Testphasen unternommen, um die interne Konfiguration so zu optimieren, dass das vollständige Potential des Rallon besser genutzt werden kann, insbesondere hinsichtlich der Federung des Hinterrads, bei der wir die Luftkammer des Float X2 auf einmalige Weise so einstellen, dass am Ende des Federwegs die Endprogression später einsetzt, sodass das Rad weitere Sprünge aushalten kann,“ erklärt Grasa. Seiner Meinung nach „trägt die Kombination 36/X2 dazu bei, die aggressive, wettkampforientierte Seite des Rallon hervorzuheben, was dem Modell von Natur aus besser steht, ohne dabei jedoch die Tretleistung und das Gewicht zu beeinträchtigen“.

 

 

Mit voller Kraft

Auf der Reise des Projekts Orbea Enduro Team ist ein wichtiger unabkömmlicher Begleiter ENVE, der aus diesem Grund auch im Trainingslager dabei sein wollte. Sein Vertreter A. J. Turner brachte die Laufräder der M7 Series mit, die sich durch ihre exklusive patentierte Technologie mit der Bezeichnung Protective Rim Strip auszeichnen, die das in der Enduro-Elite häufige Problem der platten Reifen aufgrund von Einstichen verhindert.

Die Fahrer haben uns wissen lassen, dass sie auf diese Weise das Gefühl einer schnelleren, flinkeren Lenkung haben, was durch die Lenker und Vorbauten dieser US-Marke noch unterstützt wird. Wozu ist das gut? Zum perfekten Einstellen des Biegungsgrads eines jeden Einzelteils, um ein perfektes Gleichgewicht und Handling und eine optimale Reaktionsfähigkeit zu erreichen. Auf diese Weise werden unangenehme Vibrationen reduziert und die Kontrolle über das Rad wird erhöht, wodurch die Fahrer wiederum mehr Vertrauen bekommen, um beim Wettkampf an ihre Grenzen zu stoßen.




Im Gelände

Um das Material umfassend zu testen, hatten wir einen Ort mit einer relativ kurzen Strecke – nur 5 bis 10 Minuten – gesucht, die die Fahrer des Orbea Enduro Team vor ebenso vielseitige wie deutliche Herausforderungen stellte. Zunächst wurden die Federungen getestet: Nach einer Grundkonfiguration je nach den jeweiligen physischen Eigenschaften der Fahrer drehten diese mehrere Runden auf dem Parcours.

Für jeden einzelnen wurden die verschiedenen erprobten Einstellungen mit den jeweils erzielten Ergebnissen festgehalten. Je nach den Eindrücken, die uns die Fahrer übermittelten, stellten wir bei jeder Runde jeweils nur einen Wert neu ein, um jede Veränderung genauestens beobachten zu können: geringste Änderungen beim Negativfederweg (engl. sag), der Federrate, dem Lenkerwinkel zur Anpassung der Fahrerhaltung, unterschiedlichen Reifen, unterschiedlichen Gabelkartuschen, unterschiedlichen Stoßdämpfern (Float X2 bzw. DHX2) mit verschiedenen Einstellungen etc …







In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, das die Serie der Stoßdämpfer X2, sowohl mit Feder als auch mit Druckluft, hervorragende Anpassungsmöglichkeiten bieten, mit einer vierfachen Einstellung und minimalen Schritten für die Federhärte. Die Vierfach-Einstellung ermöglicht die Anpassung der Federrate und des Drucks sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Geschwindigkeiten (wobei sich Geschwindigkeit auf die Feder bzw. den Druck bezieht, nicht auf die Fahrgeschwindigkeit des Rads). Das bedeutet, dass es vier unterschiedliche Einstellungen gibt, um eine perfekte Personalisierung der Federung für jeden einzelnen Fahrer sicherzustellen.

Die Kombination der verschiedenen Einstellungen ermöglicht eine individuelle Anpassung an die Vorlieben der unterschiedlichen Fahrer, wobei jedoch nicht vergessen werden darf, dass zur Anpassung an die unterschiedlichen Wettkampfstrecken weitere Variationen notwendig sind.

Im Gelände wurden außerdem auch unterschiedliche Reifen und verschiedene Druckwerte getestet, um den optimalen Druck für jedes Modell herauszufinden. Dank dieser Tests schafften es die Mitglieder des Orbea Enduro Team, die Druckwerte ihrer Reifen allgemein deutlich zu senken, um so eine bessere Bodenhaftung und ein höheres Vertrauen zu erreichen. Darüber hinaus wurde ermöglicht, an bestimmten sehr technischen Streckenabschnitten Ideallinien zu finden, um noch höhere Geschwindigkeiten und eine geringere Ermüdung zu erzielen. Ebenso wurden die spezifischen Einstellungen für die Lenker vermessen, um eine Optimierung des Winkels und somit der Fahrerhaltung auf dem Rad zu ermöglichen.

Das Orbea Enduro Team hatte auch die Gelegenheit, zum ersten Mal die Wettkampfkleidung von POC zu testen sowie das restliche Material von Rotor, MaxxisCrankBrothersSelle ItaliaGalfer, Slicy und Morgan Blue, das sie bei der Enduro World Series begleiten wird. Während der Pausen konnten die Fahrer natürlich auch frische Energie mit den Riegeln von Clif Bar tanken.




Nach dieser ersten Kontaktaufnahme kehrten die verschiedenen Teammitglieder jeweils in ihre Heimat zurück, um an ihren gewohnten Trainingsorten das Rad weiter zu testen. Auf den Routen, die sie gut kennen und beherrschen, werden sie auch das Letzte aus ihrem Rallon herausholen und so die während des Trainingslagers erstellten Konfigurationen auf die Probe stellen.

Die Enduro World Series beginnt am kommenden 24./25. März in Lo Barnechea (Chile). Verfolgt diesen Wettkampf in den sozialen Medien des Orbea Enduro Team (Facebook / Instagram) und auf orbea.com.

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